Trump und sein Twitter

von Noemi Weigel

Donald Trump ist der 45ste Präsident der Vereinigten Staaten. Er ist ehemaliger Unternehmer und er gewann 2017 die Wahl gegen Hillary Clinton. Seitdem hat er schon mehrere Politiker aus dem Kabinett entlassen, als andere US-Präsidenten in ihrer ganzen Amtszeit. Und zusätzlich twittert er jeden Tag, und das nicht nur höflich und angemessen. Kann sich das ein US-amerikanischer Präsident erlauben?
Zunächst einige Informationen zu Twitter. Twitter ist eine Social-Media-Plattform, auf der man tweeten kann. Tweeten bedeutet, Kurznachrichten zu verfassen. Diese Nachrichten können von allen Benutzern von Twitter gesehen, mit passenden Hashtags gefunden und so verbreitet werden. Die Plattform wurde in den letzten Jahren immer bekannter und beliebter.
Auch bei dem 45sten Präsidenten der USA kommt diese Plattform sehr gut an. Von dankbaren Tweets über Außenminister, die ihn besuchten, Lob über die amerikanische Wirtschaft bis zu Komplimenten über das US-amerikanische Militär ist alles dabei. Allerdings postet er auch provokante Texte gegenüber andere Staatsoberhäupter, wie zum Beispiel dem nordkoreanischen Staatsoberhaupt Kim Jong-un. Zu der Aussage des nordkoreanischen Präsidenten, dass er einen Knopf auf seinem Schreibtisch für die Atomwaffen habe, twitterte Trump: „Wird jemand aus seinem verarmten und ausgehungerten Regime ihn bitte darüber informieren, dass auch ich einen Atomwaffenknopf habe, aber er ist viel größer und mächtiger als seiner, und mein Knopf funktioniert!“. Zum Klimawandel schrieb Trump: „Es friert und schneit in New York ‒ wir brauchen die globale Erwärmung!“ Und an die Chinesen gewandt schrieb er: „Das Konzept der globalen Erwärmung wurde von und für die Chinesen erdacht, um die US-Produktion wettbewerbsunfähig zu machen.“
Zudem postet Trump ebenfalls sehr häufig seine Meinung, dass viele US-amerikanische Nachrichten über ihn und seine Politik Fake-News verbreiten würden: „Überprüfen Sie die Tatsache, dass Sie keinen Job bei CNN bekommen, bevor Sie nicht sagen, dass Sie absolut anti-Trump sind? Der kleine Jeff Zuker, dessen Job in Gefahr ist, hat in letzter Zeit keinen Spaß. Sie sollten aufräumen und CNN stark machen und zurückkommen zu ehrlicher Berichterstattung.“ „Es ist so spaßig, Fake-News-Network zu schauen, inmitten der unehrlichsten Menschengruppen, mit denen ich es jemals zu tun hatte, wie sie Sinclair Broadcasting kritisieren, sie seien voreingenommen. Sinclair ist weit besser als CNN und noch sehr viel besser als Fake-NBC, was ein totaler Witz ist.“
Wenn man sich Trumps Politik bezogene Tweets anschaut, erkennt man, dass er seine Meinung sehr deutlich macht. So sieht man in Bezug auf die Mauer zwischen den USA und Mexiko, dass Trump die Mauer so schnell wie möglich errichten will: „Die große Karawane von Menschen aus Honduras, die sich durch Mexiko mit dem Ziel auf unsere „gesetzesschwache“ Grenze bewegt, sollte besser gestoppt werden, bevor sie dort ankommt. Die Geldkuh NAFTA (North American Free Trade Agreement) ist im Spiel, da sie Hilfe aus dem Ausland für Honduras bringt und für die Länder, die dies passieren lassen. Der Kongress muss jetzt handeln!“ Zudem verlangt Trump, dass das Militär an der Grenze stationiert wird. Dies verkündete er in einem Video auf Twitter. Und nach einem Amoklauf in einer amerikanischen Schule in Florida möchte Trump, anstatt das Waffengesetz zu verschärfen, dass nun auch Lehrer bewaffnet werden sollen. Und er twitterte sein Beileid: „Melania und ich trafen so großartige Menschen letzte Nacht in Broward Country, Florida. Wir werden sie niemals vergessen, oder den Abend!“ „Meine Gebete und mein Mitgefühl gelten den Familien der Opfer der schrecklichen Florida-Schießerei. Kein Kind, Lehrer oder irgendjemand sonst sollte sich jemals in einer amerikanischen Schule unsicher fühlen.“ Aber muss man ein Bild twittern, das die amerikanische Fahne beim Weißen Haus auf Halbmast hängend zeigt, oder generell dieses Thema so intensiv auf einer Social-Media-Plattform ansprechen? Und dies als der Präsident der Vereinigten Staaten?
Hier spalten sich die Meinungen, denn jeder muss selber entscheiden, was er davon hält.

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